Das WARUM verstehen?

Ein kleiner Versuch es zu erklären.

Warum ich?

Moment mal, warum es gerade dich trifft? Mich hat es doch auch getroffen und glaube mir, wir sind nicht Alleine.

In Deutschland Leben 80 Millionen Menschen und etwa 20 Millionen fragen sich das gleiche oder etwas ähnliches wie du und ich. Das sind so viele Menschen, wie im Ruhrgebiet leben oder in Peking!!!

Allein sind wir also schon einmal nicht. Natürlich hat nicht jeder das Gleiche, aber eins ist immer gleich.

UNSERE SEELE IST KRANK UND BRAUCHT MANCHMAL MEDIZIN!!!

Warum spricht niemand darüber?

Weil die wenigsten die Wahrheit über diese Krankheiten kennen. Wenn man von psychisch Kranken spricht, hören viele nur Verrückte, Psychos, denken an eine Irrenanstalt, Zwangsjacken, erinnern sich an Filme wie „Einer flog über das Kuckucksnest“ und bestenfalls an „Forest Gump“

Und solche Sachen machen Angst, vielleicht sind sie ja auch ansteckend. Also sprechen wir nicht drüber, oder hören nicht richtig zu, wenn mal darüber gesprochen wird.

Zum Glück ändert sich seit einiger Zeit etwas in unserer Gesellschaft.

Während der Pandemie hört man immer öfters etwas von psychischer Belastung oder des Anstiegs von Depressionen. Zum ersten mal sitzen wir alle in einem Boot und können vielleicht ein wenig verstehen, dass es andere Menschen gibt, die nicht so gut mit dieser Situation zurecht kommen wie man selber.

ES IST NICHTS, WOVOR MAN ANGST HABEN MUSS, ES IST EIN TEIL DES LEBENS!!!

Aber nicht nur die Pandemie trägt zu einem Anstieg der Belastungen bei. Unsere Gesellschaft hat sich in den vergangenen Jahren sehr verändert und fordert von uns persönlich viel mehr ab und manches auch ohne unseres Wissen.

Aber gerade die sind ein so wichtiger Bestandteil unseres Lebens. Es gibt nicht mehr den Taubenzüchter Verein, die Kegelschwestern, die Skat-runde oder wie man diese analogen sozialen Plattformen früher hätte nennen können.

Warum war es früher besser?

Nein, es war nicht besser oder schlechter, es war echter und lebendiger. Im Internet ist die Wahrheit, dass was ich andere sehen lassen will. Es ist für den anderen oft schwer oder sogar unmöglich dies zu überprüfen. Und wie heißt es so schön in der Rechtsprechung? „Im Zweifel für den Angeklagten“ Menschen haben gelernt, mit diesen Wahrheiten Geld zu verdienen. Seitdem ist dies eine Ware oder eine Dienstleistung geworden.

Manchmal will ich an diesen schönen Geschichten und Wahrheiten gar nicht zweifeln, sie lassen mich weiter Hoffen und Träumen.

Werbung sagt uns immer aggressiver (ich bin doch nicht b……) was wir brauchen und wie wir sein sollten. Aus dem SOLLEN oder WOLLEN wird schnell ein MÜSSEN, das aber auf normalem Wege nicht zu erreichen ist.

Wir Kommunizieren oft nur noch indirekt über soziale Plattformen und definieren uns über Likes und Anzahl der Freunde (die man meist gar nicht mehr alle persönlich kennt).

Echte Begegnungen mit Menschen werden weniger (das merken wir um so mehr in der Pandemie) in denen wir echte Menschen kennenlernen, mit all ihren Schwächen, Ecken, Ängsten und Sorgen und die uns wissen lassen WIR SIND NUR MENSCHEN!

Ein kleiner Ausflug in die Psychologie: Schematheorie

Klingt komisch, ist es aber nicht. Stellen wir uns einfach vor, unser Gedächtnis besteht aus kleinen Schubladen, in denen wir alles Wichtige einsortieren, um es für uns nutzbar zu machen. Sie helfen mir, beim nächsten Mal die richtigen Entscheidungen zu treffen oder Neues einzuordnen, um es später zu nutzen.

In irgendeiner meiner Schublade steht, „Stecke keine Nadeln in Steckdosen“.

Einige dieser Schubladen sind unveränderbar und oft in unserer Kindheit gefüllt worden. Andere lassen sich verändern oder ergänzen. Neben der Schublade mit der Nadel, befindet sich jetzt eine Neue mit dem Zettel „Holz leitet keinen Strom“.

Wenn ich jetzt noch einmal vor dem Problem mit der Steckdose stehen sollte, nehme ich einen Zahnstocher!

All diese Schubladen nehmen einen großen Einfluss auf unser Leben und sie werden ständig ergänzt und verändert,aber nicht immer mit unserem Wissen.

Wenn ich oft genug gesagt oder gezeigt bekomme wie ich zu sein habe, werde ich immer mehr Zettel in meinen Schubladen finden, die mir nicht helfen zu sein, wie ich will oder möchte.

Ein kleines Beispiel: In der Erziehung wird inzwischen viel Wert auf Gleichberechtigung gelegt.

Aber Mädchen spielen immer noch mit Puppen und Jungs mit Autos, weil vieles um sie herum und auch wir diese Schemata verinnerlicht haben und sie (wenn auch manchmal unbewusst) vorleben.

Warum ich von Schubladen spreche?

Leider hat dieses Schubladensystem auch seine Schattenseiten. Wir mögen keine leeren Schubladen und füllen sie gerne mal mit alternativen Wahrheiten, wünschen oder Träumen. Besonders dann, wenn wir das Gesehene nicht überprüfen können oder „Lügen“ oft genug wiederholt werden.

Dadurch können aber unerreichbare Wünschen, Hoffnungen oder Wahrheiten entstehen und mein Leben gerät in Schieflage.

Manchmal liegt es auch bei uns, lasst uns lieber zweimal schauen!!!

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